
Stille im Wasser
Eine fotografische Auseinandersetzung
mit Bewegung, Zeit und der Ruhe,
die dazwischen sichtbar wird
Wasser ist ständig in Bewegung. Wellen kommen und verschwinden, Strömungen verändern ihre Richtung und selbst eine scheinbar ruhige Oberfläche bleibt niemals wirklich stehen.
Genau diese Bewegung wollte ich für einen Moment zurücknehmen. Durch längere Belichtungszeiten verliert das Wasser seine sichtbare Unruhe.
Formen werden weicher, Strukturen verschwinden und aus etwas ständig Bewegtem entsteht eine beinahe stille Fläche.
Mich fasziniert dabei besonders, wie sehr sich dadurch auch meine eigene Wahrnehmung verändert. Steine, Felsen oder andere kleine Elemente im Wasser bekommen plötzlich eine andere Bedeutung.
Sie werden zu ruhenden Punkten in einer Landschaft, in der die Zeit für einen Augenblick langsamer zu vergehen scheint.
„Stille im Wasser“ ist für mich deshalb weniger eine Serie über Wasser als über Zeit und über die Ruhe, die sichtbar werden kann, wenn Bewegung ihre Bedeutung verliert.
Fotografische Herausforderungen
1. Die richtige Belichtungszeit finden
Das Wasser sollte seine Unruhe verlieren, ohne vollkommen strukturlos zu werden. Die Belichtungszeit musste deshalb so gewählt werden, dass Bewegungen weich ineinanderfließen und trotzdem noch eine Ahnung davon bleibt, dass sich unter der ruhigen Oberfläche etwas bewegt.
2. Ruhe braucht einen festen Punkt
Eine glatte Wasserfläche allein ergibt noch kein ruhiges Bild. Steine, Felsen oder andere feste Elemente mussten bewusst in die Komposition eingebunden werden. Sie geben dem Auge Halt und bilden einen Gegenpol zum weich gezeichneten Wasser.





