
Das Wrack
Eine fotografische Auseinandersetzung
mit Zeit und Vergänglichkeit.
Als ich dieses Wrack zum ersten Mal sah, faszinierte mich nicht seine Größe. Mich beschäftigte etwas anderes.
Einst war es ein wichtiges Transportmittel. Heute liegt es still am Ufer.
Wind, Salz und Zeit verändern seine Oberfläche jeden Tag ein wenig mehr.
Genau diese Vergänglichkeit wollte ich fotografisch sichtbar machen.
Fotografische Herausforderungen
1. Licht im Gegenlauf von Sonne und Dunst
Die Morgensonne bringt Richtung und Tiefe, doch in Verbindung mit Dunst entsteht schnell flaches, kontrastarmes Licht.
Zu viel Kontrast zerstört die feinen Strukturen im Betong.
Zu wenig Kontrast nimmt dem Wrack seine Härte.
Die Herausforderung liegt darin, die Balance zu halten.
Details sichtbar machen, ohne die Stimmung zu verlieren.
2. Form im Chaos der Struktur
Ein Wrack ist kein klarer Körper.
Es ist gebrochen, unregelmäßig, fragmentiert.
Die Aufgabe besteht darin, im scheinbaren Chaos eine klare Bildordnung zu finden.
Linienführung, Standpunkt und Abstand entscheiden darüber, ob das Bild wirkt oder zerfällt.








