FOTOPROJEKT · DER WEG ZUM BILD
Wasser steht niemals still. Es stürzt, fließt und bricht sich am Stein. Mit jedem Augenblick verändert es seine Gestalt. An diesem Ort faszinierte mich besonders der Gegensatz zwischen den mächtigen, dunklen Felsen und dem Wasser, das sich seinen Weg hindurchbahnt.
Durch längere Belichtungszeiten begann diese Bewegung ihre Form zu verändern. Einzelne Tropfen und Strömungen wurden zu hellen Flächen und weichen Linien. Je länger ich fotografierte, desto weniger sah ich den Wasserfall als Landschaft. Es ging mir um das Zusammentreffen von Stein, Wasser und Zeit. Dem Gewicht des Felsens steht etwas gegenüber, das keinen Augenblick gleich bleibt.
Das Video zum Fotoprojekt
Im Film begleite ich die Suche nach Standpunkten und das Spiel zwischen Wasser, Fels und Licht.
Die fotografischen Herausforderungen
Den Standpunkt in der Schlucht finden
Ein Wasserfall in einer Schlucht lässt nur wenig Bewegungsfreiheit. Jeder Schritt verändert die Linien des Gesteins. Zu nah verliert das Bild an Tiefe, zu weit entfernt verliert das Wasser an Kraft. Ich suchte einen Standpunkt, der sowohl die Höhe des Falls als auch die Tiefe der umgebenden Landschaft spürbar macht.
Helle Wasserflächen und dunklen Fels ausbalancieren
Leuchtendes Wasser trifft auf dunkle Felswände. Besonders im frühen Morgenlicht entstehen starke Kontraste. Das Wasser sollte nicht ausbrennen, und das Gestein durfte nicht in einer undurchdringlichen Fläche verschwinden. Die Balance zwischen Bewegung und Struktur war bei Aufnahme und Bearbeitung entscheidend.
Die Bilder des Projekts
Sechs Fotografien zeigen unterschiedliche Begegnungen zwischen dem dunklen Stein und dem Wasser, das sich niemals ganz festhalten lässt.






