Schlagwort: Fotografische Haltung

Norge er oss – Abschied von König Harald V
Heute ist König Harald V gegangen. Während ich dieses Bild einer alten Stabkirche betrachte, denke ich darüber nach, was von einem Menschen bleibt, wenn seine Zeit zu Ende geht. Die Kirche steht dunkel und still in der Landschaft. Sie erzählt von einem alten Norwegen, von Geschichte, Glauben und Tradition. Von Dingen, die lange vor uns…

Damals war die Welt in Ordnung
Sonne im Gesicht. Schnee im Hintergrund. Ein Lächeln, das selbstverständlich wirkt. Dieses Bild zeigt Kronprinzessin Mette Marit vor über zehn Jahren. Damals fotografierte ich noch mit einer Spiegelreflexkamera. Die Kamera war im Automodus eingestellt. Ich dachte nicht viel über Einstellungen nach. Ich drückte einfach auf den Auslöser. Wenn wir auf vergangene Momente blicken, sagen wir…

Doch das Größte ist die Liebe
Zwischen grauen Fassaden, kaltem Asphalt und vorbeieilenden Menschen leuchtet dieses Herz. Ein kleines Zeichen inmitten der Stadt, still und unbeirrbar. Auf dem Herz steht der Satz „Doch das Größte ist die Liebe“, eine Zeile, die ursprünglich aus der Bibel stammt, aber hier, in dieser Umgebung, eine neue, menschliche Wahrheit bekommt. Die Bearbeitung des Bildes ist…

Wenn das Leben vergeht
Der Herbst hat eine besondere Art, die Wahrheit zu zeigen. Er nimmt nichts weg, er deckt nur auf. Wenn das Licht flacher wird und die Farben sich zurückziehen, bleibt sichtbar, was sonst verborgen liegt, die Spuren des Lebens, das Vergehen, der Wandel. Dieses Bild entstand während meiner letzten Fototour im Wald. Ich wollte die stille…

Was sichtbar bleibt
Mitten in Oslo, unter einer großen Brücke aus Beton, entstand dieses Bild. Es war ein sonniger Tag, doch unter der Brücke herrschte Stille und Schatten. Nur ein einzelner Lichtstrahl fand seinen Weg in die Dunkelheit und berührte die Betonkante und eine Lampe, die normalerweise selbst Licht spendet. In diesem Moment war das Licht nicht nur…

Wenn Orte schweigen
Manchmal erzählen Orte mehr durch ihr Schweigen als durch ihre Gegenwart. Dieses alte Haus, vom Wind gezeichnet und vom Regen zersetzt, trägt Spuren eines Lebens, das längst vergangen ist. Fenster ohne Glas, Mauern ohne Schutz und doch eine Würde, die bleibt. Daneben ein alter Traktor, vergessen am Rand der Wiese. Einst ein Werkzeug voller Kraft,…

Der stille Schrei
Es gibt Schreie, die zerreißen die Luft, laut und schrill, doch dieser hier bleibt stumm. Er verharrt in der Dunkelheit, eingefroren zwischen Bewegung und Stillstand. Was wir sehen, sind Münder, weit geöffnet, als ob sie etwas heraufbeschwören wollten, und doch bleibt nur Stille. Gerade diese Lautlosigkeit wirkt wie ein Zauber. Es ist, als würde die…

Ein Bild für die Dystopie
Heute möchte ich euch ein weiteres Bild aus meiner Fotoserie „Dystopisch“ vorstellen. Vielleicht kommt es dem einen oder anderen bekannt vor, denn es entstand während einer Sommer-Fototour, bei der ich „das perfekte Licht“ erleben durfte. Auf dieser Tour sind viele spannende Aufnahmen entstanden. Bilder, die im richtigen Moment das Besondere sichtbar gemacht haben. Dieses hier,…

Ruhe oder Leere ?
Manchmal weiß man nicht genau, was man sieht. Ist da Ruhe? Oder ist da einfach nichts? Ich stand an diesem Ort, der Wind hatte sich gelegt, das Licht war weich, der Himmel schwer. Vor mir nur ein paar alte Pfosten, raues Gras, ein Abhang. Mehr nicht. Und doch blieb ich stehen. Was löst ein solches…

Wie dunkel darf ein Bild sein?
Die Sonne war noch da. Tief links von mir stand sie am Himmel, kurz vor dem Verschwinden. Und doch empfand ich kein Licht. Ich war erschöpft, der Abstieg hatte begonnen, der Weg war lang, uneben, fordernd. In mir war nicht Klarheit, sondern Schwäche. Ich spürte keine Erleichterung, sondern ein leises Gefühl von Bedrohung, weil ich…