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Stille hat keine Form

Mehrere Bergketten im Nebel in schwarzweiß mit weichen Übergängen und reduzierter Bildwirkung

Manchmal verliert die Landschaft ihre Konturen. Nicht alles ist klar. Nicht alles ist greifbar.

Die Berge liegen hintereinander. Weich. Ohne scharfe Grenze.
Der Nebel nimmt ihnen die Härte und gibt ihnen gleichzeitig Tiefe.

Ich stehe dort und merke, wie ruhig alles wird. Kein Detail lenkt ab. Kein Punkt verlangt Aufmerksamkeit.

Es geht nicht mehr um das, was man sieht. Sondern um das, was man spürt. Und genau hier verändert sich auch die Art zu fotografieren.

Ich suche nicht mehr nach einem klaren Vordergrund. Nicht nach Linien, die führen. Nicht nach einem festen Motiv. Ich lasse die Landschaft für sich wirken. Die Tiefe entsteht nicht durch Schärfe. Sondern durch die Staffelung der Ebenen. Durch Licht und Abstand.

Jede Schicht wird heller. Leiser. Weiter entfernt.

Ich reduziere bewusst. Lasse Raum. Verzichte auf alles, was das Bild unruhig machen könnte.

Das eigentliche Motiv ist nicht ein Berg. Es ist das Zusammenspiel. Nebel, Licht und Entfernung.
Und irgendwo dazwischen entsteht ein Bild, das nicht erklärt werden muss.

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Fotografie still wird.

6 Gedanken on Stille hat keine Form

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