Kunst, aufgestellt am Fuße eines Wasserfalls. Ein Ort, der nicht immer zugänglich ist, denn in den Sommermonaten führt das Wasser hier deutlich mehr Kraft. Der Zugang wird schwieriger. Der Blick verstellt.
Jetzt ist es anders. Das Wasser ist noch zurückhaltend. Der Ort wirkt offen. Fast so, als würde er etwas preisgeben, das sonst verborgen bleibt.
Genau das macht dieses Bild für mich so spannend. Es zeigt nicht das Offensichtliche. Sondern das, was sichtbar wird, wenn noch nicht alles aktiv ist. Wenn etwas noch schlummert.
Die Figur steht ruhig im Raum. Fast verloren zwischen Fels und Wasser.
Ein menschliches Zeichen in einer Umgebung, die sich nicht darum kümmert. Natur und menschliche Spuren treffen hier aufeinander. Ohne Übergang. Ohne Erklärung.
Ich finde es nicht besonders schön. Aber genau darin liegt etwas Ehrliches.
Etwas, das bleibt.

