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Eine Form in der Landschaft
Manchmal ist es nicht die Landschaft als Ganzes, die meinen Blick festhält. Es ist eine einzelne Form darin. Zwischen Felsen, Wasser und ziehenden Wolken ragte diese Bergspitze aus der Landschaft heraus. Ihre ungewöhnliche Silhouette war das Erste, was ich wahrnahm. Klar, dunkel und deutlich von ihrer Umgebung getrennt. Je länger ich dort stand, desto weniger…

Kleine Zeichen
Manchmal ist es nicht die große Landschaft allein, die ein Bild trägt. Es ist etwas Kleines. Ein Haus am Rand des Wassers. Ein heller Punkt in der Dunkelheit. Eine Spur von Leben zwischen Fels, Meer und Himmel. Diese norwegische Küstenlandschaft wirkt weit, ruhig und beinahe leer. Der Berghang fällt schwer zum Wasser hinab, das Meer…

Vor dem Sprung
Es gibt diesen kurzen Moment, in dem noch nichts entschieden ist. Der feste Boden liegt noch unter den Füßen. Vor einem beginnt das Wasser. Dahinter stehen die Berge, teilweise schon mit Schnee bedeckt, und über allem zieht ein schwerer Himmel. Das Sprungbrett führt hinaus und endet. Als ich diese Langzeitbelichtung an einem Fjord aufgenommen habe,…

Wo die Berge den Atlantik berühren
Es gibt Landschaften, in denen Berge und Meer weit voneinander entfernt liegen. Hier nicht. Berge und Atlantik liegen in Norwegen an manchen Orten so dicht beieinander, dass kaum noch eine Grenze zwischen ihnen zu erkennen ist. Dunkles Wasser trifft unmittelbar auf schroffen Fels. Steile Berghänge steigen scheinbar direkt aus dem Meer auf, während darüber ein…

Allein, aber nicht verloren
Es gibt Orte in Norwegen, an denen Einsamkeit plötzlich eine andere Bedeutung bekommt. Auf meiner letzten Fototour war ich viele Stunden in einer nahezu menschenleeren Berglandschaft unterwegs. Keine Häuser, keine Stimmen, niemand am Horizont. Über Stunden begegnete mir keine Menschenseele. Und genau diese Menschenleere fühlte sich für mich nicht bedrückend an. Sie hatte etwas Befreiendes.…

Die ersten Zeichen
In den vergangenen Wochen war ich wieder häufiger in den höheren Lagen unterwegs. Im norwegischen Hochland sind die ersten Veränderungen bereits zu erkennen. Der Herbst kündigt sich an. Zwischen Heide, Moos und niedrigen Sträuchern erscheinen erste warme Braun- und Rottöne. Die Luft fühlt sich klarer an, das Licht wird weicher und am Morgen bleibt der…

Norge er oss – Abschied von König Harald V
Heute ist König Harald V gegangen. Während ich dieses Bild einer alten Stabkirche betrachte, denke ich darüber nach, was von einem Menschen bleibt, wenn seine Zeit zu Ende geht. Die Kirche steht dunkel und still in der Landschaft. Sie erzählt von einem alten Norwegen, von Geschichte, Glauben und Tradition. Von Dingen, die lange vor uns…

Was die Eiszeit zurückließ
Manchmal liegt eine ganze Eiszeit direkt vor unseren Füßen. An diesem Steinstrand an der norwegischen Küste liegen Tausende Steine dicht nebeneinander. Grau, braun, rot, beinahe schwarz. Manche glatt und rund, andere rau und von feinen Linien durchzogen. Sie gehören zu einer alten Gletschermoräne und sind Spuren einer Landschaft, die vom Eis geprägt wurde. Wenn ich…

Die Schönheit des Ungeordneten
Manche Wälder wirken, als hätten sie jede Vorstellung von Ordnung längst vergessen. Bäume stehen dicht beieinander, Äste greifen ineinander, Felsen liegen scheinbar wahllos zwischen Moos und Wurzeln. Altes Holz vergeht langsam am Boden, während daneben bereits neues Leben wächst. Dazwischen sucht sich das Wasser seinen eigenen Weg. Solche Orte faszinieren mich. Vielleicht auch deshalb, weil…

Die Weite dazwischen
In den vergangenen Tagen war es hier etwas ruhiger. Der Alltag hatte mich fest im Griff und die Kamera blieb öfter zu Hause, als mir lieb war. Am vergangenen Wochenende hat sich das geändert. Es ging ins Dovrefjell. Schon nach den ersten Schritten war dieses Gefühl wieder da. Die Weite. Hier gibt es kaum etwas,…