In den vergangenen Tagen war es hier etwas ruhiger. Der Alltag hatte mich fest im Griff und die Kamera blieb öfter zu Hause, als mir lieb war. Am vergangenen Wochenende hat sich das geändert.
Es ging ins Dovrefjell. Schon nach den ersten Schritten war dieses Gefühl wieder da. Die Weite.
Hier gibt es kaum etwas, das den Blick begrenzt. Keine Wälder, die den Horizont verdecken. Keine Häuser.
Nur sanfte Hügel, Steine, Flechten und ein Himmel, der sich ständig verändert.
Ich mag solche Landschaften. Sie wirken auf den ersten Blick fast karg. Je länger man bleibt, desto mehr entdeckt man.
Das Licht wandert über den Boden. Wolken ziehen ihre Schatten durch die Landschaft. Farben verändern sich mit jeder Minute.
Fotografisch bedeutet das vor allem eines. Geduld. Nicht die Landschaft verändert sich. Das Licht verändert die Landschaft.
Man wartet. Beobachtet. Und irgendwann fügt sich alles für einen kurzen Moment zusammen.
Genau so entstand dieses Bild. Es zeigt keine spektakulären Berge. Keine dramatischen Wasserfälle.
Und trotzdem erzählt es für mich vom Dovrefjell. Von einer Landschaft, die nichts beweisen muss.
Sie ist rau, offen und ehrlich.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich immer wieder hierher zurückkehre. Nicht, um etwas Besonderes zu finden.
Sondern um mich daran zu erinnern, wie gut sich Weite anfühlen kann.


Lieber Dirk,
die nordischen Fjell-Landschaften haben einen ganz speziellen Reiz, insbesondere bei Bewölkung, wenn die Szenerie spotartig ausgeleuchtet wird.
Viele Grüße, Horst
A very beautiful location! ❤️