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Aufgewühlt

Die norwegische Küste zeigt sich hier von ihrer rauen Seite. Wellen krachen gegen das Gestein, der Wind peitscht das Wasser und die Gischt hängt in der Luft wie feiner Nebel. Ich stand auf den nassen Felsen, das Stativ fest verankert.

Kurze Belichtungszeit, keine Spielerei, sondern Notwendigkeit. Nur so ließ sich die Kraft dieser Wellen wirklich einfangen: roh, direkt, ohne Weichzeichnung.

Das Bild lebt vom Kontrast. Die dunklen, fast bedrohlichen Wolken drücken von oben, das aufgewühlte Meer tobt darunter und dazwischen dieser feine Lichtstreifen am Horizont. Ein kleines Fenster der Ruhe, das die Dramatik der Szene noch verstärkt.

Die Komposition ist bewusst offen gehalten. Der Blick kann nirgendwo richtig ruhen. Er wird von der Bewegung des Wassers und der Linien im Fels immer weitergezogen bis er schließlich an diesem Streifen Licht hängen bleibt.

Die norwegische Küste ist kein Ort der Harmonie. Sie ist lebendig, fordernd, echt. Und genau das fasziniert mich an ihr.
Sie zeigt, dass Schönheit auch in der Unruhe liegen kann.

15 Gedanken on Aufgewühlt

  1. So sieht das Meer also aus, wenn es wild ist, unfassbar schön, allein die Farben, die das Wasser bietet ! Man sieht die Gischt und man glaubt nach einer Weile beim betrachten, es hören, riechen und schmecken zu können. Das Licht am Horizont beruhigt die Wildheit. Super eingefangen.

    • Danke dir, James! Oft dauern solche Fotoshoots ziemlich lange. Nicht weil man so viele Bilde macht, sondern eher, weil man genau das genießt was du beschrieben hast. Vielen Dank und einen angenehmen Start in die Woche !

  2. Movement is captured with subtlety. I’ve just spent the weekend at the seaside (not in Norway) and I recognise that brief moment when the wave rises as it approaches the coast and stays in the air for a split second before crashing down.

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