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Das letzte Licht

Berglandschaft im letzten Licht der Sonne. Ein Symbol für den Übergang von Helligkeit zur dunklen Jahreszeit.

Es ist der Moment, in dem die Sonne sich noch einmal zeigt, bevor sie langsam der Dunkelheit weicht. Das letzte Licht des Tages, das sich zwischen den Gipfeln hindurchkämpft, erinnert daran, dass auch in den dunkleren Zeiten etwas bleibt, das leuchtet. Der Herbst kündigt sich an, und mit ihm verändert sich das Licht. Es wird seltener, weicher, tiefer und genau dadurch so besonders.

In den dunklen Monaten verliert die Landschaft nichts von ihrer Schönheit, sie verwandelt sich. Farben werden intensiver, Kontraste schärfer, die Stimmung dichter. Erst wenn der Winter die Tage ganz verkürzt und die Dunkelheit übernimmt, tritt anderes Licht hervor: Sterne, der Mond, vielleicht sogar das Nordlicht. Ein Schauspiel, das nur in dieser Zeit sichtbar wird.

Für die Fotografie ist das ein Geschenk. Das letzte Licht des Tages, die ersten Strahlen am Morgen, sie tauchen die Landschaft in eine besondere Magie, die es nur in den Übergängen gibt. Deshalb sollte die Kamera auch in den dunklen Monaten niemals ruhen. Jeder Tag, jede Stunde kann ein Bild hervorbringen, das vom Spiel aus Licht und Schatten erzählt, so wie hier, im Moment, bevor das Licht endgültig geht.

6 Gedanken on Das letzte Licht

  1. Eine zauberhafte Stimmung, die ruhig macht. Der Blick wandert ganz ruhig über das Bild, er muss nicht eilen. Er kann sich Zeit nehmen zu erspüren, wie es sich dort in dem Moment anfühlte.
    Das Abendlicht kann ich sehr oft beim Schwinden erleben und bin auch sehr dankbar dafür. Selbst auf dem eingelassenen Kemenatenbalkon empfinde ich die Stimmung des goldenen Lichts als besonders. Es gibt den Blumen (keine Balkonblumen, sondern Stauden und Kräuter) einen Zauber, der tagsüber nicht so da ist. Kein grelles Sonnenlicht, welches verblendet, es ist weich und legt den Abschied des Tages versöhnlich auf die manchmal erschöpften Pflanzen.
    Lieber Dirk, ich sehe auf deinem wunderbaren Bild einige Stellen, die aussehen als wären sie mit einem Tippex Stift behandelt worden. Kann es sein, dass da beim Hochladen etwas schief ging? Vorn Mitte rechts und ganz oben rechts am Bildrand.

    Liebe Grüße,
    kurz vor dem milden Licht,
    SyntaxiaSophie

    • Danke dir, liebe Sophie, für deine schönen Worte und die feine Bildbetrachtung. Es freut mich sehr, dass die Stimmung bei dir angekommen ist. Und ja, die hellen Stellen, die du erwähnst, sind tatsächlich keine Bildfehler, sondern Schneereste, die sich dort noch gehalten haben. Das Abendlicht hat sie fast wie kleine Tupfer hervorgehoben, fast so, als wären sie mit Tippex gemalt worden.

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