In den vergangenen Wochen war ich wieder häufiger in den höheren Lagen unterwegs. Im norwegischen Hochland sind die ersten Veränderungen bereits zu erkennen.
Der Herbst kündigt sich an. Zwischen Heide, Moos und niedrigen Sträuchern erscheinen erste warme Braun- und Rottöne. Die Luft fühlt sich klarer an, das Licht wird weicher und am Morgen bleibt der Nebel wieder länger über der Landschaft liegen.
Auch dieses Bild trägt für mich diese besondere Stimmung.
Ein einzelner Baum steht in der weiten Berglandschaft. Hinter ihm verschwinden die Konturen langsam im Nebel. Die Sonne ist nur noch als heller, diffuser Schein zu erkennen. Ihr Licht dringt schwach durch das Grau und gibt der Landschaft etwas Stilles, beinahe Unwirkliches.
Ich mag diese kurze Zeit des Übergangs.
Der Wechsel der Jahreszeiten geschieht hier oben langsam. Zuerst verändert sich eine Farbe. Dann das Licht. Die Luft wird kühler und der Nebel beginnt wieder, Teile der Landschaft für sich zu behalten.
Gerade solche Bedingungen faszinieren mich beim Fotografieren.
Die Landschaft zeigt weniger und lässt dadurch mehr Raum für die eigene Vorstellung. Berge verlieren ihre Konturen, Entfernungen verschwimmen und selbst ein einzelner Baum kann plötzlich wie ein stiller Beobachter wirken.
Vielleicht sind es genau diese kleinen Veränderungen, die mich immer wieder hinausziehen.
Der Sommer ist noch zu spüren. Doch die Landschaft beginnt bereits, sich zu verwandeln.
Die ersten Zeichen sind längst da.


Auch bei uns ist der Herbst heuer früh dran.
Danke dir, Tom. Ja, dieses Jahr scheint der Herbst an vielen Orten etwas früher anzuklopfen. Bei uns zeigen sich die ersten Zeichen auch schon deutlich.
Lovely photo and thoughts.
Thank you very much, John. I’m glad you like both the photo and the thoughts behind it.
Great photo!
I also love experiencing the transition from one season to the next.
Thank you very much for your comment. There is something very special about the transition from one season to the next. The landscape changes quietly at first, almost unnoticed, and then suddenly you can feel that a new season is coming.
Also in Hamburg ist jetzt endlich der Sommer wie Er sich für unsere Breitengrade gehört.
20°-30° mit Gewittern und Wolken, Wind und sehr aprillig und unbeständig.
So gehört das hier.
Danke dir, Anne. Das klingt tatsächlich nach richtig norddeutschem Sommer. Bei euch kommt er also gerade erst in Fahrt, während hier oben schon die ersten Zeichen des Herbstes auftauchen. Spannend, wie unterschiedlich die Jahreszeiten manchmal zur gleichen Zeit wirken.
Bei Euch ist er aber eh immer früher als hier.
Vor 19 Jahren war ich um diese Jahreszeit in Südfinnland und in der 2ten Woche wurde es sehr herbstlich und kühl.
Ich wäre zu gerne viel länger geblieben.
Ja, das stimmt. Hier oben kündigt sich der Herbst oft deutlich früher an. Man merkt es zuerst ganz leise am Licht, an der Luft und an den Farben.
Südfinnland kann ich mir um diese Jahreszeit sehr schön vorstellen. Wenn es langsam kühler und herbstlicher wird, bekommt die Landschaft sicher eine ganz besondere Stimmung. Dass du da gerne länger geblieben wärst, kann ich gut verstehen.
Vielleicht komme ich da ja noch einmal im Leben hin.