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Ein Bild für die Dystopie

Heute möchte ich euch ein weiteres Bild aus meiner Fotoserie „Dystopisch“ vorstellen. Vielleicht kommt es dem einen oder anderen bekannt vor, denn es entstand während einer Sommer-Fototour, bei der ich „das perfekte Licht“ erleben durfte. Auf dieser Tour sind viele spannende Aufnahmen entstanden. Bilder, die im richtigen Moment das Besondere sichtbar gemacht haben. Dieses hier, mit seiner dunklen, bearbeiteten Anmutung, fügt sich nahtlos in meine dystopische Serie ein.

Die Serie „Dystopisch“ lebt von Gegensätzen. Entstanden sind die Aufnahmen oft im hellen Sonnenlicht, manchmal sogar unter wolkenlosem Himmel. Genau dieses harte, klare Licht ist es, das in der späteren Bearbeitung den Raum für Dunkelheit schafft. Aus grellen Tagessstunden wird eine düstere Bildwelt, in der Strukturen sprechen, Schatten wachsen und Formen an Gewicht gewinnen.

Langzeitbelichtungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie lassen Wasser und Himmel zu glatten Flächen verschmelzen, nehmen dem Moment seine Bewegung und geben den Motiven eine fast entrückte, zeitlose Wirkung. So entsteht eine Bühne für das, was mich besonders fasziniert: alte, verfallene Strukturen, Spuren von Korrosion, Relikte, die wie Mahnmale in der Landschaft stehen.

Auch dieses Bild zeigt genau das. Ein massiver, von Rost und Wetter gezeichneter Körper erhebt sich aus dem Wasser. Seine Oberfläche trägt die Spuren der Zeit, seine Form wirkt wie ein Fragment aus einer anderen Welt. 

8 Gedanken on Ein Bild für die Dystopie

  1. Die Bearbeitung ist toll für das Motiv. das Kühle passt zum Wrack.
    Meine Assoziation ist, da kommt gleich etwas, das bleibt nicht so für sich. das Wrack wird belebt… 😉 Das Foto birgt eine Spannung.

    Aber warum endet dein Text so abrupt?
    Ich sehe als letzten Satz:
    Im Zusammenspiel mit dem ruhigen Wasser und dem reduzierten Licht
    entsteht eine

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

    • Vielen Dank für den Hinweis. So etwas passiert, wenn man zu viele Dinge gleichzeitig macht. Hier noch ein Bild bearbeitet, dort einen Text geschrieben, zwischendurch eine E-Mail beantwortet und vielleicht sogar noch nebenbei ein Telefonat geführt. Ich habe den Fehler sofort behoben. Danke auch für deinen lieben Kommentar! Solche Rückmeldungen sind wie kleine Lichtblicke im Alltag.

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