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Veränderungen

Ein Hobbyfotograf durchläuft im Laufe der Jahre viele Wandlungen.Jede kreative Seele kennt sie: die Schwarzweiß-Phase, die HDR-Zeit, das Spiel mit Dodge & Burn oder den Orton-Effekt, der für einen Moment wie Magie wirkt.
Es ist kein Zeichen von Unentschlossenheit. Es ist ein Teil des Weges. Ein Lernprozess, wie er natürlicher nicht sein könnte.Wie das tanzende Nordlicht am Himmel verändert sich auch der Stil des Fotografen – immer in Bewegung, immer auf der Suche, bis er eines Tages seine eigene Handschrift gefunden hat.

Das kann Jahre dauern. Und es darf Jahre dauern. Ich fotografiere seit über 20 Jahren. Und ja – ich hatte sogar Phasen, in denen ich die Kamera nur angesehen habe, ohne sie zu benutzen.

Wie beim Blick aus dem Fenster: Wenn man das Nordlicht eine Weile nicht gesehen hat, hat man es nicht vergessen. Man vermisst es. Und irgendwann, ganz plötzlich, ist es wieder da. So ist es auch mit der Fotografie. Irgendwann übersteht man diese stille Phase – und greift wieder zur Kamera. Und in diesem Moment spürt man:Ich fühle Veränderungen.Technik entwickelt sich weiter und auch die Werkzeuge, die wir nutzen, verändern sich. Software, Bearbeitungsprozesse, der eigene Blick auf das Bild.Anfangs sind die Phasen kurz, manchmal sprunghaft. Doch mit der Zeit werden sie ruhiger, tiefer, langsamer – wie ein Fluss, der seinen Lauf gefunden hat.

Und wieder sind wir beim Nordlicht. Was wir auf einem Foto festhalten, ist ein einziger Augenblick. Einen Wimpernschlag später sieht es anders aus. Manchmal noch schöner. Manchmal seltsam, fast surreal. Aber immer echt. Immer da – für einen Moment.
So sind sie, die kreativen Phasen eines Künstlers. Sie kommen, sie leuchten – und sie vergehen.Und mit jedem Licht, das vergeht, entsteht Platz für ein neues – Zeit für Veränderungen.

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