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Zartheit im Nebel – die stille Kraft einer Blüte

Eine einzelne Blüte, leicht geneigt, noch voller Tropfen vom Nebel, zeigt, daß Zartheit nicht gleichbedeutend mit Schwäche ist. Gerade in ihrer Fragilität liegt eine stille Kraft, die mehr erzählt als jedes imposante Bergmassiv.

Diese Glockenblume steht im Nebel wie ein kleines Zeichen von Durchhalten, ein Symbol dafür, daß auch im Unscheinbaren Schönheit wohnt. Sie hebt sich mit ihrem leisen Violett vom grauen Hintergrund ab, fast so, als wollte sie sagen: Ich bin noch hier, auch wenn die Welt ringsum verschwimmt.

Für mich ist es genau diese Art von Wahrnehmung, die Fotografie so besonders macht. Das Entdecken des Kleinen im Großen, des Stillen im Rauschen. Dieses Bild entstand im vergangenen Herbst, auf einem Gebirgspass, an einem kühlen und feuchten Tag. Vielleicht ist es genau das, was es in mir jetzt auslöst: eine wachsende Vorfreude auf den kommenden Herbst, auf Nebel, Regen und jene stillen Augenblicke, in denen sich Zartheit und Kraft so unerwartet begegnen.

12 Gedanken on Zartheit im Nebel – die stille Kraft einer Blüte

  1. Genau, wie ich es mag! Sehr schön für den2tenBlick und das Kleine, ganz groß.
    Deine weisen Worte bringen es auf den Punkt. Es ist ihre Stärke, die Zartheit. In der Natur darf sie so sein!
    Schön, dass du sie gesehen (nicht übersehen) hast!

    Angetane Grüße,
    SyntaxiaSophie

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