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Zwischen dem, was war

Der Schnee ist verschwunden. Fast unbemerkt. Was bleibt, ist ein Boden, der wieder atmet. Feucht, dunkel, voller Leben.
Die Sonne steht jetzt länger am Himmel. Und sie hat sich verändert. Morgens und abends liegt dieses warme Licht über der Landschaft. Weich, fast vorsichtig.

Ich stand vor diesem alten Wrack und hatte das Gefühl, dass hier etwas dazwischen liegt. Nicht mehr Teil der Vergangenheit. Aber auch nicht wirklich Gegenwart.

Der Rost erzählt von dem, was einmal war. Von Nutzung. Von Bewegung. Von einem Zweck.
Und gleichzeitig wächst dazwischen neues Leben. Gräser, Blumen, kleine Dinge, die sich ihren Platz nehmen. Still und selbstverständlich.

Und dann ist da dieser Gedanke, der sich nicht ganz verdrängen lässt.

Eigentlich gehört das hier nicht hin. Es ist ein Fremdkörper in der Landschaft. Ein zurückgelassener Rest. Und ja, auch eine Form von Umweltverschmutzung.
Und trotzdem entsteht genau hier ein Bild. Nicht, weil es perfekt ist. Sondern weil es ehrlich ist. Weil Natur sich ihren Raum zurückholt. Ohne Absicht. Ohne Urteil.

Das Licht legt sich über alles. Es verbindet das Vergangene mit dem, was gerade entsteht.
Und für einen kurzen Moment wirkt es, als würde beides nebeneinander bestehen dürfen.

Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem ich die Kamera hebe.
Nicht, um etwas zu zeigen. Sondern um festzuhalten, was zwischen den Zeiten liegt.

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