Before the Leap

Diving board extending towards the still water of a Norwegian fjord

There is this brief moment when nothing has been decided yet.

Solid ground is still beneath your feet. Water begins just ahead. Beyond it rise mountains, some already covered in snow, beneath a heavy sky. The diving board stretches out into the open and simply ends.

When I made this long-exposure photograph beside a fjord, it was precisely this contrast that held my attention. The diving board seems solid and unmoving, while the water, clouds, and light are constantly changing.

Before the leap, anything is still possible. You can go on. You can stay where you are. You can turn back.

Perhaps that is why moments like these feel so intense. For a little while, several paths exist at once. Only when we make a choice does one possibility become real.

For me, this photograph captures that brief in-between. The long exposure has made the water almost smooth. Above it, clouds move across the sky, while the snow-covered mountains stand quietly in the distance.

Stillness and movement exist side by side. Long exposures change the way I perceive a landscape. Moving water loses its restlessness. Clouds begin to flow. Things that constantly change in reality suddenly appear calm, almost timeless.

The diving board, meanwhile, remains clear and steady. Perhaps that contrast gives the image its strength. It leads out into the landscape without revealing what comes next.

Sometimes we, too, reach a point where the familiar ends. There is no clear line left to follow. Only the view ahead and the question of whether we are ready to take the next step.

Perhaps it does not always take courage. Sometimes trust is enough: trust that we do not need to know everything before moving forward. Maybe that is what makes the moment before the leap so special.

The ground still holds us. The unknown already lies ahead.

21 responses to “Vor dem Sprung”

  1. ⬻☆♡ ‌ ‌  ‌  ‌  ‌ ‌ ♡☆⤖

    1. Thank you !

      1. ✨‍♂️

  2. Ein wunderbarer Beitrag und ich mag den Kontrapunkt, den Sie zwischen dem, was sich ändert, und dem, was unbeweglich erscheint, sehr gut. Tschüss.

    1. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Mich hat an diesem Motiv besonders gereizt, dass ein kurzer Augenblick auf etwas Dauerhaftes trifft. Genau diese leise Spannung wollte ich sichtbar machen. Es freut mich, dass Sie das so wahrgenommen haben.

    1. Thanks !

  3. Sehr eindrucksvoll. Wie eine Szene aus einem dramatischen Traum.

    1. Vielen Dank. Beim Fotografieren hatte ich selbst das Gefühl, dass vor mir kein ganz gewöhnlicher Moment liegt. Diese etwas unwirkliche Stimmung hat mich sofort gepackt. Umso mehr freut es mich, dass genau diese Atmosphäre auch beim Betrachten ankommt.

  4. Very beautiful, wow! ❤️

    1. Thank you so much, John. I’m very glad you like it.

  5. Eindrucksvolle Langzeitbelichtung aber keine Einladung zum Sprung.

    1. Vielen Dank, Horst. Nein, zum Hineinspringen hatte ich auch keine Lust….

  6. Viel zu kalt! Mein Körper ist inkompatibel mit Kälte. Brrrr..

    1. Ja, meiner auch.Vielen Dank für deinen Kommentar.

  7. Thank you for this striking photo and your wise words.
    I’m intrigued by the location of this diving board!

    1. Thank you very much. I’m glad the photo and the words reached you. The diving board stood in such an unexpected and almost strange place that it immediately caught my attention. That was exactly what made the scene so interesting to me.

  8. Wow, was für ein ausdrucksstarkes Bild, lieber Dirk. Und was für tiefsinnige Worte dazu. Vielleicht lassen sich Deine Gedanken ja noch etwas weiter denken. Vielleicht ist es ja so, dass wir in dem Moment, in dem uns das Leben dazu auffordert loszulaufen , Mut benötigen, um die ersten Schritte gehen zu können. Mit jedem Schritt aber, den wir weiter gehen und bei dem wir erfahren dürfen, dass der Boden unter unseren Füßen uns trägt, auch bei unklarer Sicht und bei unwegsamen Untergrund, unser Vertrauen in den Weg, den Prozess des Lebens wachsen kann.

    Ein so schöner Beitrag voller Zuversicht und Hoffnung, der hoffentlich ganz viele Menschen in seiner Tiefe erreichen wird.

    Liebe Grüße
    Daniela

    1. Liebe Daniela, vielen Dank für deine wunderbaren Gedanken. Ja, vielleicht wächst Vertrauen genau so: nicht auf einmal, sondern mit jedem Schritt, den wir trotzdem gehen. Auch dann, wenn der Weg noch nicht klar ist und wir nicht wissen, was hinter der nächsten Biegung wartet.
      Ich merke selbst immer wieder, dass solche Gedanken oft erst draußen in der Natur wirklich greifbar werden. Vielleicht berührt mich genau deshalb dieser Moment vor dem Sprung so sehr.
      Es freut mich sehr, dass dich der Beitrag so erreicht hat und du ihn auf diese Weise weitergedacht hast.
      Viele Grüße
      Dirk

      1. Das geht mir ganz genauso. Ich glaube, dass die Natur und die Stille die ihr innewohnt, die Kraft hat uns vom Lärm des Alltags zu befreien und damit den Raum schafft, indem wir uns selbst zuhören können. Wie schöpferisch das sein kann sieht man in jedem Deiner Bilder, Deiner Beiträge.
        Liebe Grüße
        Daniela

        1. Liebe Daniela, das hast du sehr schön gesagt, und ich glaube, damit ist eigentlich alles Wesentliche beschrieben. Die Natur nimmt dem Alltag für einen Moment die Lautstärke und lässt wieder Raum für das, was sonst oft überdeckt wird. Vielleicht ist genau das der Grund, warum mich solche stillen Augenblicke so sehr berühren und warum ich immer wieder versuche, sie in Bildern und Worten festzuhalten.
          Danke dir für diesen schönen Austausch und deine so wertvollen Gedanken.
          Viele Grüße, Dirk

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