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Gefrorener See

Gefrorener See im Winter ohne Schnee. Glatte Eisfläche mit Spiegelung eines einzelnen Astes. Reduzierte, ruhige Landschaft.

Der Winter hat die Landschaft ruhig werden lassen. Nicht plötzlich, nicht dramatisch. Es ist ein Zurücknehmen.

Es liegt kaum Schnee. Der Boden ist offen und dunkel. Und trotzdem ist es kalt. Der See ist gefroren. Die Oberfläche ist glatt und geschlossen. Das Wasser ruht unter einer dünnen Eisschicht.

Ein einzelner Ast liegt über dem Eis. Darunter spiegelt er sich nahezu deckungsgleich. Oben und unten sind kaum zu unterscheiden. Das Motiv ist reduziert und klar.

Nichts bewegt sich. Der Moment bleibt stehen.

Solche Bilder entstehen, wenn man nichts hinzufügt. Wenn man wartet und akzeptiert, dass gerade wenig passiert.

Der Winter verlangt nichts. Er ist einfach da.

6 Gedanken on Gefrorener See

  1. Ein glücklicher Umstand, dass das Eis so klar ist, dass es zur Spiegelung wird. Wunderbare Naturfotografie. Ein stilles Wimmelbild, weil es sehr viel zu sehen gibt!, doch nicht aufdringlich wirkt. Eher die Einladung genau hinzusehen, zu verweilen.
    Ein schönes Beispiel dafür, dass der Winter den Strukturen Raum gibt. Er zeigt, was sonst verborgen bleibt.
    Deine Beschreibung ist wieder fein achtsam!

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

    • Liebe Sophie, vielen Dank dir für dein achtsames Hinsehen und deine feinen Worte. Es freut mich sehr, dass die Stille, die Strukturen und die Einladung zum Verweilen in deinem Blick Raum finden. Genau darum geht es mir bei solchen Bildern.
      Herzliche Grüße
      Dirk

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