AUSGEWÄHLTES WERK · FOTOGRAFIE AUS NORWEGEN
Am Strand liegen einige Steine, vom Wasser umgeben und mit grünem Moos bedeckt. Über ihnen hängt ein gedämpfter Himmel. Nichts drängt sich in den Vordergrund. Und gerade deshalb bleibe ich mit dem Blick an diesen unscheinbaren Formen hängen.
Wenn das Meer leiser wird
Die lange Belichtung hat dem Wasser seine sichtbare Unruhe genommen. Es wirkt wie ein feiner Schleier um die Steine, die unbeweglich in der Fläche ruhen. Jeder von ihnen scheint seinen eigenen Platz gefunden zu haben, ganz ohne eine Ordnung, die man erklären müsste.
Was mich hier berührt, ist die Vorstellung von etwas, das bleibt, während alles andere vorüberzieht. Vielleicht trägt jeder dieser Steine die Erinnerung an unzählige Wellen. Zu sehen ist davon fast nichts. Und doch liegt in dieser stillen Landschaft eine Zeit, die weit über den Augenblick hinausreicht.
Hinter dem Werk
Wie sich Bewegung in Ruhe verwandeln lässt und weshalb unscheinbare Steine zum Mittelpunkt einer Fotografie werden können, erzähle ich im Fotoprojekt.
