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Zwischen Fels und Meer

Felsige Küste im Morgenlicht - Langzeitbelichtung zwischen Fels und Meer in Norwegen

Es ist früh am Morgen, die Sonne steht noch tief und färbt den Himmel in sanfte Töne. Die Luft ist klar, das Meer glatt. Vor mir liegen die Felsen, dunkel und ruhig, als hätten sie seit Jahrhunderten dieselbe Haltung bewahrt.

Bei meiner letzten Fototour sind mir am Anfang viele Erinnerungen durch den Kopf gegangen. In den letzten zwanzig Jahren hat sich so vieles verändert- Menschen, Orte, Wege, die man gegangen ist. Doch wenn ich an solche Plätze zurückkehre, wie an diesen hier, habe ich das Gefühl, daß alles um mich herum gleich geblieben ist. Der Fels, das Meer, das Licht. Alles steht still auch wenn das eigene Leben es nicht tut.

Fotografisch geht es mir auch hier nicht um Spektakel, sondern um Reduktion. Wenige Elemente, klare Linien, weiche Übergänge. Eine lange Belichtungszeit glättet das Wasser, Blende 18 und niedrige ISO halten jedes Detail fest. Es ist die Ruhe, die ich suche und finde, zwischen Fels und Meer.

Wer wieder tiefer eintauchen möchte, darf sich gern unter diesem Link das Video zu dieser Tour ansehen…

12 Gedanken on Zwischen Fels und Meer

  1. Ich frage mich fast bei jedem deiner Fotos, ob ich Farbe oder s/w vorziehe, und lande meist bei dieser zarten, reduzierten Farbigkeit, mit der du so gern arbeitest, hier auch wieder. Ich finde, die Farbe unterstreicht die Ruhe und die Harmonie des Bildes. Mag ich sehr.
    Vormittagskaffeegrüße ⛅️☕

    • Freut mich sehr, dass dir diese dezente Farbigkeit so gut gefällt. Ich mag es auch, wenn die Farben die Stimmung tragen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Danke für deinen schönen Kommentar und liebe Abendgrüße!

  2. Danke für dein feines Video und die Aufnahmen, die es zu sehen gab. Wunderbar diese Felsen, die Höhle. Ob ich mich an der Kette entlang hangeln möchte, weiß ich nicht genau. Aber du hast es als Chance genutzt für die Aufnahmen und das ist prima!
    Die Morgenstimmung ist klasse. In der Höhle nach draußen fotografiert finde ich es toll, mit dem schwarzen Stein rundherum, wie du es im Video zeigtest – quasi, wie ein Puzzleteil, der Ausschnitt ins Licht.
    Vermutlich würde ich dort gar nicht weit kommen, weil ich jeden Stein und jede Formation so toll finden würde, dass ich nicht vorwärts komme.
    Wie schaffst du es, nur eine konkrete Aufnahme zu machen? Wahrscheinlich, weil du weißt was du tust und das Bild kennst, welches daraus entsteht. Dann musst du nicht 100 Bilder löschen, weil du dich mit einem guten zufrieden gibst?! Respekt in allem was du da tust, lieber Dirk!

    Beste Grüße aus dem Schwarzwald,
    SyntaxiaSophie

    • Vielen Dank, SyntaxiaSophie! Ja, die Kette war schon ein besonderer Moment aber genau solche Gelegenheiten nutze ich gern für Aufnahmen. Und du hast recht, die Felsen und Formationen dort sind wirklich faszinierend, man könnte ewig verweilen. Ich plane oft schon vorher, welches Bild ich möchte, und konzentriere mich dann genau darauf. So wird es am Ende oft nur eine Aufnahme aber genau die, die ich im Kopf hatte. Liebe Grüße zurück in den Schwarzwald!

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