Schlagwort: Naturfotografie

Was die Eiszeit zurückließ
Manchmal liegt eine ganze Eiszeit direkt vor unseren Füßen. An diesem Steinstrand an der norwegischen Küste liegen Tausende Steine dicht nebeneinander. Grau, braun, rot, beinahe schwarz. Manche glatt und rund, andere rau und von feinen Linien durchzogen. Sie gehören zu einer alten Gletschermoräne und sind Spuren einer Landschaft, die vom Eis geprägt wurde. Wenn ich…

Die Schönheit des Ungeordneten
Manche Wälder wirken, als hätten sie jede Vorstellung von Ordnung längst vergessen. Bäume stehen dicht beieinander, Äste greifen ineinander, Felsen liegen scheinbar wahllos zwischen Moos und Wurzeln. Altes Holz vergeht langsam am Boden, während daneben bereits neues Leben wächst. Dazwischen sucht sich das Wasser seinen eigenen Weg. Solche Orte faszinieren mich. Vielleicht auch deshalb, weil…

Hinter dem Haus
Es war eine kalte Winternacht. Die Kälte lag klar in der Luft, ohne Wind, ohne Geräusch. Drinnen wartete der Kamin, aber das Feuer musste erst noch gemacht werden. Also ging ich hinaus, um Holz zu holen. Der Schnee knirschte unter den Schritten. Der Atem stand wie Rauch in der Dunkelheit. Alles war still, so still,…

Gewachsen in der Kälte
Es war eisig kalt. Minus siebzehn Grad, seit Wochen schon. Eine lange Kälteperiode, in der die Eiskristalle Zeit hatten zu wachsen. Diese feinen Strukturen entstehen nicht zufällig. Schicht für Schicht, still und unbeobachtet. Die Kälte formt, was später sichtbar wird. Die kurze Waldtour führte leicht bergauf, abseits der Wege. Dort, wo das Licht gedämpft ist…

Zwischen Herbst und Winter
Der Sonntagmorgen begann still. Kein Laut, kein Wind, nur das sanfte Licht über den Bergen. Ich war früh unterwegs, die Sonne stand tief und spiegelte sich etwas auf der Oberfläche des Sees. Die Luft war mild, ungewöhnlich weich für diese Zeit und alles lag in einer ruhigen, fast träumerischen Stimmung. Ich saß am Ufer, trank…

Am Ende des Herbstes
Der Herbst zieht sich zurück. Das Licht wird sanfter, die Luft klarer, und auf den Wegen liegt der feuchte Geruch von Erde und Laub. Es war früher Morgen, der Himmel noch bleich, und der Wald lag still, als würde er den Atem anhalten. Ich stand auf diesem Weg, umgeben von Bäumen, deren Blätter nur noch…

Wenn das Leben vergeht
Der Herbst hat eine besondere Art, die Wahrheit zu zeigen. Er nimmt nichts weg, er deckt nur auf. Wenn das Licht flacher wird und die Farben sich zurückziehen, bleibt sichtbar, was sonst verborgen liegt, die Spuren des Lebens, das Vergehen, der Wandel. Dieses Bild entstand während meiner letzten Fototour im Wald. Ich wollte die stille…

Das siebte Zeichen
Ein weiteres Kapitel meiner Serie „Dystopisch“ öffnet sich. Es ist bereits das siebte Bild dieser Galerie. Und wieder war es ein sonniger Tag, an dem dieses Foto entstand. Genau jene Zeit, in der die meisten Landschaftsfotografen ihre Kamera ruhen lassen, weil das Licht zu hart scheint. Doch in diesem grellen Tageslicht verbarg sich für mich…

Zartheit im Nebel – die stille Kraft einer Blüte
Eine einzelne Blüte, leicht geneigt, noch voller Tropfen vom Nebel, zeigt, daß Zartheit nicht gleichbedeutend mit Schwäche ist. Gerade in ihrer Fragilität liegt eine stille Kraft, die mehr erzählt als jedes imposante Bergmassiv. Diese Glockenblume steht im Nebel wie ein kleines Zeichen von Durchhalten, ein Symbol dafür, daß auch im Unscheinbaren Schönheit wohnt. Sie hebt…

Wenn der Herbst anklopft
Am Horizont sammelt sich das Dunkel, als würde der Himmel selbst einen tiefen Atem holen. Der Wind frischt auf, dreht sich, sucht seinen Weg über das Meer. Etwas in mir regt sich, kein Unbehagen, sondern ein stilles Erwarten. Bald ist wieder Herbst. Die Zeit, in der das Meer seine sanfte Sommerhaut abstreift und seine wahre…